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Meiserich (Filialkiche St. Anna)

Ein kunstgeschichtliches Kleinod ist die kath. Filialkapelle St. Anna in Meiserich (1521 erbaut und 1793 erneuert, sehenswerter Holzaltar aus dem 17. Jahrhundert). St. Anna Meiserich war im Mittelalter, zur Zeit der Pest, Wallfahrtsort.

  • Singkinder Meiserich (Messdiener)

  • Meisericher Singkinder augezeichnet

    Für ihr beispielhaftes Engagement für die Dorfgemeinschaft, die aktive Mitgestaltung und die Initiierung von Projekten sowie deren Realisierung wurden die „Singkinder Meiserich“ der zur Pfarrei St. Matthias Ulmen gehörenden Filiale St. Anna Meiserich mit einem Geldpreis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet. Die Singkinder haben erfolgreich am Dorferneuerungswettbewerb „Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung 2010“ teilgenommen, der vom Familienministerium Mainz für das Land Rheinland-Pfalz ausgeschrieben worden war. In diesem Wettbewerb wurden pfiffige Ideen von jungen Leuten gesucht, die frischen Wind und neuen Schwung ins Dorf, in diesem Fall in die Kirche bringen. Für den Ulmener Stadtteil Meiserich gingen die „Singkinder“ ins Rennen.

    Die „Singkinder Meiserich“ sind eine Gruppe bestehend aus 22 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 4-13 Jahren (14 Kinder kommen aus Meiserich, 6 aus Ulmen und 2 aus Kaisersesch), die sich seit nunmehr 5 Jahren mit ganzen Herzen in die Gottesdienste und vieles andere mehr der Filialkirche St. Anna einbringen. Die Gruppe wurde von Cornelia Kutscheid ins Leben gerufen  und sie betreut die Kids auch seitdem. Die Kinder treffen sich jeden Samstag um 14.00 Uhr in dem Gotteshaus, üben neue Lieder für den nächsten Gottesdienst ein und lernen darüber hinausgehend liturgische Abläufe. Sie gestalten seit einiger Zeit alle Gottesdienste in der Filialkirche mit. Sie tun dies durch einstudierte neue Kirchenlieder, tragen Fürbitten vor und leisten natürlich auch den Ministrantendienst. Kurz; sie engagieren sich in vielfältiger Weise.

    Die „Singkinder Meiserich“ verstehen sich nicht als Chor, sondern als eine offene Gruppe, in der es jederzeit möglich ist, dass auch Kinder aus anderen Orten dazukommen können. An erster Stelle steht die Begeisterung für Jesus, die sich immer wieder in ihren Liedern ausdrückt. Danach sehen sie die St. Anna Kirche als Mittelpunkt ihres Dorfes. Eine Kirche, die offen und zugänglich sein will für Jung und Alt gleichermaßen. Eine Kirche, in der man nicht trennt in Kinder- oder Seniorenmesse, Andacht oder Eucharistiefeier, sondern in der gemeinsame Gottesdienste gefeiert werden, die alle Altersgruppen ansprechen. Getreu dem Motto: „Altbewährtes erhalten, aber auch neue Wege zulassen.“ Und: „Nur wer sich in die Kirche mit einbringt, dem wird diese Kirche wichtig.“ So wichtig, dass sich diese Singgruppe für alle Gottesdienstbesucher mitverantwortlich fühlt.

    Die Singkinder haben es in den letzten Jahren geschafft, dass auch Kirchenbesucher aus den verschiedensten Orten der gesamten Pfarreiengemeinschaft Ulmen (fast deckungsgleich mit dem Gebiet der Verbandsgemeinde Ulmen) die Gottesdienste besuchen. Besondere Highlights waren und sind aber die Musicals an Ostern und Weihnachten. Diese Musicals stellen die Kinder und ihre Leiterin selbst zusammen und schreiben auch die Texte dazu. Und die Aufführungen führen viele Besucher in die  Kirche. Besonders erfreulich ist es, dass auch die Bewohner/innen und das Betreuungspersonal der Menschen mit Behinderung aus dem Bildungs- und Pflegeheim St. Martin in Ulmen, Kaisersesch und Düngenheim diese Musicals regelmäßig besuchen. Nach den Aufführungen werden dann frische Waffeln gebacken und Kuchen und Kaffee verteilt. So werden diese „Musical-Tage“ auch immer wieder „Tage der Begegnung“. Alle Singkinder machen auch bei den Sternsingeraktionen des Bistums aktiv mit und unterstützen mit ihrem gesammelten Geld das Alphabetisierungsprojekt der ehemaligen Ulmener Ärztin Dr. Annemarie Hofer in Bella Vista in Bolivien. Außerdem finanzieren sie mit ihren Aktionen auch den Blumenschmuck des Marienaltars im Mai.

    Die Kinder stärken durch ihren vielfältigen Einsatz auch den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Außerdem möchten die Singkinder mit dazu beitragen, die Orte ihrer Pfarreiengemeinschaft auf ihre Art zu verknüpfen. Und das sieht so aus: Die Kinder haben ein Plakat in die Kirche geklebt mit der Meisericher St. Anna-Kirche im Mittelpunkt. Um die gebastelte Kirche herum, sind alle Orte der Ulmener Pfarreiengemeinschaft als Art Landkarte aufgemalt. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Singgruppe nun diese Kirchen besuchen, in Gottesdiensten mitwirken, dies auf Fotos festhalten, die dann auf die Collage in der Filialkirche St. Anna geklebt werden. So sollen sinn-„bildlich“ alle besuchten Orte und Kirchen der Pfarreiengemeinschaft mit einem Faden verbunden werden, sodass ein regelrechtes Netzwerk entsteht. Ein sichtbares Zeichen, das ausdrücken soll, dass Kirche in sich und die Gemeinde als Kirche zusammenwachsen können, ja müssen. Nach dem Motto: „Wir machen uns auf den Weg zu euch, kommt doch auch mal zu uns!“

    So können vielfältige Möglichkeiten entstehen, sich kennenzulernen und gemeinsam etwas zu bewegen. Dass die Kinder bei diesem ausgeschriebenen Wettbewerb nun 1000 Euro gewonnen haben, ist mehr als großartig. Die Jury in Mainz hat mit ihrer Entscheidung für die „Singkinder Meiserich“ gezeigt, dass Kirche „IN“ sein kann und keineswegs „OUT“ ist. Das Preisgeld ist zweckgebunden und wird in die Meisericher Kirche St. Anna einfließen. Die offizielle Preisverleihung ist am 02.10.2010 in Landau.