ein herzliches Willkommen

Pfarreiengemeinschaft Ulmen -online-

Wir stellen Ihnen gerne auch online unsere Pfarreiengemeinschaft vor; sie liegt in der schönen Eifel, im Land der Thermen und Maare, genau zwischen den beiden Universitäts- und Hochschul-Städten Trier und Koblenz.

Dem Leitbild unseres Pastoralplanes entsprechend, wollen wir mit Gott und den Menschen vor Ort, in der Zeit von heute Kirche sein. Inklusion spielt dabei für uns eine besonders wichtige Rolle, da für uns, alle Menschen (mit mehr oder weniger Beeinträchtigung) unter dem JA des Schöpfers stehen.

Bitte scheuen Sie sich nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen, denn ehren- und hauptamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen sind gerne bereit, ein Stück Ihres Lebens- und Glaubensweges mitzugehen.

WICHTIGES und DRINGLICHES

  • Neue Richtlinien für den Datenschutz

    Neue Richtlinie für den Datenschutz

    Aufgabe des Datenschutzes ist es, die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten bei der Verarbeitung dieser Daten zu schützen.

    Das Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG) wurde erlassen aufgrund des verfassungsrechtlich garantierten Rechts der Katholischen Kirche, ihre Angelegenheiten selbstständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes zu ordnen und zu verwalten.

    Dieses Recht ist auch europarechtlich geachtet und festgeschrieben in Art. 91 und Erwägungsgrund 165 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) – EU-DSGVO, Art. 17 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV).

    In Wahrnehmung dieses Rechts stellt dieses Gesetz den Einklang mit der EU-DSGVO her.

    Hinweis zur Namensveröffentlichung

    Gemäß den Ausführungsrichtlinien des Gesetzes über den Kirchlichen Datenschutz (KDG vgl. Amtsblatt des Bistums Trier Ausgabe 5 / 2018) gilt für die Kirchengemeinden:

    1. Im Internet: (Homepage)

    eine namentliche Veröffentlichung kirchlicher Amtshandlungen sowie besonderer Ereignisse (Sakramentenspendungen wie Taufe, Erstkommunion, Firmung und Trauung sowie Jubiläen, Sterbefälle) im Internet darf nur erfolgen, wenn der / die Betroffene bzw. ein gesetzlicher Vertreter schriftlich darin eingewilligt hat.

    2. In Printmedien: (Pfarrbrief)

    eine namentliche Veröffentlichung kirchlicher Amtshandlungen sowie besonderer Ereignisse (Sakramentenspendungen wie Taufe, Erstkommunion, Firmung und Trauung sowie Jubiläen, Sterbefälle) in kirchlichen Printmedien (Aushang im Schaukasten, Pfarrnachrichten, Pfarrbrief) ist gestattet, wenn der / die Betroffene der Veröffentlichung nicht schriftlich oder in sonst wie geeigneter Form widersprochen hat. Der Widerspruch muss rechtzeitig vor dem Ereignis im Pfarrbüro eingelegt werden.

    Grundsätzlich gilt fürs Internet: Bilder und Daten, die einmal eingestellt wurden, stehen einem weltweiten Zugriff offen und sind immer in Gefahr missbraucht zu werden. Darum ist er wichtig, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.

    3. Konkrete Folgen:

    die Internetpräsenz der Pfarreiengemeinschaft (Website und Facebook Profil) muss auf die neuen Datenschutz Richtlinien hin überprüft und angepasst werden !!!!!.

    Der Pfarrbrief wird als Ganzes nicht mehr im Internet erscheinen!!!

    Zukünftig wird dort lediglich die Gottesdienstordnung mit Datum, Ort und Zeit ohne Namensnennungen (Intentionen für Verstorbene) eingestellt.

    Vereine, Gruppierungen und deren Vertreter müssen bei Veranstaltungshinweisen mit Angabe ihrer Adresse dem Pfarramt erklären, ob und in welcher Weise (Pfarrbrief / Internet) sie mit der Veröffentlichung ihrer Daten einverstanden sind. Vielfach werden in solchen Ausschreibungen Namen und Adressangaben zwecks Anmeldung oder als Kontaktadresse genannt.

    Bei Kindern und Jugendlichen in der Kommunion- und Firmvorbereitung werden die Eltern wie gewohnt um schriftliche Zustimmung für die Veröffentlichung von Name und Wohnort gebeten.

  • Formular Einverständnis Veröffentlichung (Datenschutz)

  • Prävention im Bistum Trier

    Arbeit zum Schutz der Kinder, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen

    http://www.praevention.bistum-trier.de/

  • Prävention - Ein Informationsfilm über das Thema sexualisierte Gewalt

    ein Informationsfilm über das Thema sexualisierte Gewalt

    https://youtu.be/vRVnYRG3VTo

Organisatorisches

  • Formular Messbestellungen

  • Regelung Intentionen und Messbestellungen

    • Für eine verstorbene Einzelperson (Namensnennung)
    • Für ein verstorbenes Ehepaar (Namensnennung)
    • Für verstorbene Geschwister oder Kinder (Namensnennung)
    • Aus Dank oder nach Meinung - mit Kürzel der Initialen
    • Für Lebende und Verstorbene  der Familie YXZ (Namensnennung)
    • Jede Intension wird mit € 5,00 abgerechnet
    • Bei Beerdigung; erstes Sterbeamt in Driesch am zweiten Freitag im Monat für die Verstorbenen des Vormonats ist kostenfrei, es folgen dann in der Kirche nach Wunsch das zweite und dritte Sterbeamt (nicht mehr 30er Amt oder 60er Amt oder 6 Wochenamt)
    • Trauergottesdienst, Beisetzung; 2. und 3. Sterbeamt € 20,00

    Die Bi- und Trinationsgelder (ab zweiter Namensnennung) werden an die Bischöfliche Behörde zur Persolvierung in den Missionsländern weitergeleitet.

    Um Ihr Verständnis für die geltende Regelung wird gebeten.

  • Unser Pfarrbrief

    Unser Pfarrbrief erscheint etwa zehn Mal im Jahr. Das Raster der Veröffentlichung orientiert sich an den Zeiten des Kirchenjahres und an den Schulferien. Sie können den Pfarrbrief zum Preis von 10,00 € im Pfarramt abonnieren (zuzüglich zwei Euro für den Austräger / die Austrägerin).

    Der aktuelle Pfarrbrief erscheint in der 12. Kalenderwoche (am Donnerstag, 22. März 2018).

    Pfarrbrief Nummer 06/2018 umfasst den Zeitraum vom 04. August 2018 bis 09. September 2018 .

    Pfarrbrief Nummer 07/2018 wird den Zeitraum vom 08. September 2018 bis 14. Oktober 2018 umfassen.

    Beiträge, die veröffentlicht werden sollen, müssen bis Mittwoch, den 15. August 2018 als PDF, Word - Dokumnet oder Bild im JPAG - Format im Pfarrbüro eingereicht werden.

    Ihr Redaktionsteam

  • Aufrufe - Informationen - Angebote

    Hier (klicken Sie bitte auf das LOGO der Pfarreiengemeinschaft) finden Sie Informationen zu interessanten Themen, Angebote der Pfarreiengemeinschaft Ulmen oder der einzelnen Pfarreien, Aufrufe der Weltkirche, der Deutschen Bischofskonferenz oder des Bistums Trier. Bitte beachten Sie auch die Angebote und Informationen des Dekanates Cochem www.dekanat.cochem.de

  • Erkundungsphase

    „In der Erkundungsphase geht es darum, Lust auf Neues zu machen und dadurch Neues zu entdecken.“

    So sagt es Bischof Stephan Ackermann: Erkunden will neue Bereiche des gemeindlichen Lebens, neue Formen, neue unbekannte Menschen, neue Strukturen, schlicht Unbekanntes entdecken. Dazu gehört auch, einen Blick zu haben für das Kleine, das Unscheinbare, und es mehr ins Licht zu heben. In diesem Dienst stehen die Erkundenden. Sie wollen den Menschen vor Ort begegnen und sie dazu anstiften, neue Erfahrungen zu machen

    Wer erkundet? Erkundung als gemeinsame Aufgabe

    Das Bistum Trier hat 10 diözesane Erkundungsteams aus jeweils drei Personen eingerichtet. Sie bringen die Erkundung vor Ort auf den Weg. Frauen und Männer aus Caritas und Seelsorge bilden mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen ein Team. Sie nehmen wahr, interessieren sich, fragen nach und integrieren Personen und Gruppen aus den Pfarreien, Dekanaten, Verbänden, aus Caritas und Kommune, … in den Erkundungsprozess.

    So geschieht Erkundung immer beteiligungsorientiert. Sich beteiligen – das geht auf ganz unterschiedliche Weise durch Interviews, Besuche, Begegnungen, in denen sich Türen öffnen und Menschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen zur Verfügung stellen. Die Erkundenden nehmen Hinweise auf wichtige Themen wahr und nehmen sie auf; sie fragen Gesprächspartner nach ihrer Bereitschaft, mit zu erkunden oder den lokalen Erkundungsprozess mit zu koordinieren.

    Die Gruppen und Personen vor Ort bringen sich in den Prozess ein – mit ihren vielfältigen Erfahrungen und Wahrnehmungen, z.B. als berufstätige Akademikerin, Rollstuhlfahrer, evangelischer Christ, muslimischer Mann mit Fluchterfahrung, Caritasmitarbeiterin, Erzieher oder Seelsorgerin. Erkundet wird gemeinsam mit den Menschen, in ihren jeweiligen Gegebenheiten vor Ort. Die diözesanen Erkundungsteams unterstützen den lokalen Lern- und Entdeckungsprozess methodisch und organisatorisch und bringen ihr fachliches Know-How ein.

    Wie wird erkundet? – Erkundung im Sozialraum

    Wie leben Menschen im Bistum Trier miteinander? Wie nutzen sie Sozialräume und was ist ihnen wichtig? Welche gesellschaftlichen Herausforderungen gibt es und wie gestalten wir diese als Kirche mit unseren kirchlichen und sozialen Einrichtungen bereits mit? Was nehmen wir künftig in den Blick? – So lauten zentrale Leitfragen der Erkunderinnen und Erkunder, über die sie mit Menschen aus unterschiedlichen Lebenslagen an unterschiedlichen Orten ins Gespräch kommen wollen. Es geht nicht darum, Strukturfragen zu klären oder Situationen abstrakt zu analysieren; es geht darum, in der direkten Begegnung mit Menschen zu lernen. Der Prozess der Erkundung läuft ab  in gegenseitiger Wertschätzung der Mitwirkenden, ihrer Hintergründe und ihres Einsatzes. 

    Die Erkundung ist offen für die Vielfalt der Themen der Menschen vor Ort; sie ist damit weit im Denken. Erkundung geschieht jedoch nicht vollständig und flächendeckend, sondern exemplarisch. Das heißt, sie fördert nicht an allen, aber an vielen Stellen wichtige Erkenntnisse zu Tage, an die angeknüpft werden kann.

    Wie geht es danach weiter? – Erkundung als Weichenstellung

    Die diözesanen Teams dokumentieren gemeinsam mit den Menschen vor Ort, was sie hören und wahrnehmen. Die so gewonnenen Erkenntnisse und die neu entstandenen Beziehungen stellen Anknüpfungspunkte für die jeweilige Pfarrei der Zukunft dar.

    Als Einübung in die Perspektivwechsel der Synode bedeutet Erkundung, insbesondere neue Kontakte aufzunehmen und vom Einzelnen her zu denken. So können auch Charismen entdeckt werden und netzwerkartige Kooperationen wachsen. Erkundung gibt auch dank der Kontakte mit den Menschen Ideen und Impulse für eine mögliche Gestaltung der Pfarrei der Zukunft.

    Auch über 2019 hinaus wird das Erkunden eine zentrale Rolle spielen: Erkundung wird eine immer wiederkehrende Aufgabe für eine Kirche bleiben, die vom Einzelnen her denkt, nachfragt, sich interessiert, sich zuwendet und kirchliches Leben gemeinsam mit den Menschen gestaltet.

  • Synode: Erkundung wird konkret

  • Die Kirche bleibt im Dorf - FORUM -

  • Synode geht - Video wahrnehmen - hinhören - interessieren

"an - und nachgedacht" (Besinnliches)

  • MOSAIK der Kulturen 19. August 2018

  • Geistliches Wort (Gedanken zum Schulanfang, zu Asyl und Europa)

    Geistliches Wort

    (Dechant Walter Fuß)

    Du bist du - das ist der Clou

    Mir gefällt das Kinderlied "Du bist Du" ganz besonders. Hier kommt etwas ganz klar zum Ausdruck. Du bist was ganz besonderes, was Einzigartiges.

    Du bist Du, so wie Du bist. Es spielt dabei keine Rolle, ob Du ein eher fröhlicher, oder ein oft trauriger Mensch bist.

    Es spielt auch keine Rolle, ob Du besser oder schlechter wie die anderen bist, ob Du mehr oder weniger kannst, oder ob Du mehr oder wenig Geld hast.

    Du bist ein Gedanke Gottes, Du bist genial und einzigartig. Und das ist der absolute Clou. In jeder Strophe kommt die Passage "vergiss es nie" gleich zweimal vor.

    Denn allzu oft vergessen wir es trotzdem:

    • möchten gerne so sein wie andere,
    • können uns selber nicht mehr leiden,
    • verstehen nicht, warum das oder jenes so sein muss,
    • warum andere immer mehr Glück haben.

    Es hat wirklich keinen Sinn, so sein zu wollen wie andere, oder darüber zu jammern es nicht zu sein. Freue Dich darüber, dass Du lebst, dass Du tolle Eigenschaften hast, die sonst keiner hat und freue Dich darüber, dass Gott Dich lieb hat.

    Dein Fingerabdruck - Du bist einzigartig

    • Du bist einzigartig
    • Du bist was Besonderes
    • Du hast Begabungen
    • liebenswerte Seiten
    • aber auch Macken
    • Du bist in manchen Dingen Top
    • in anderen Dingen vielleicht ein Flop
    • aber Du bist einzigartig.
    • Dich gibt es kein zweites Mal
    • nicht geklont
    • auch nicht als Zwilling
    • denn keiner ist so wie Du.
    • Du bist Du ...

    ... und Du bist Gott wichtig!

     

    Der Gedanke – das Denken ist der Anfang alles Handelns, das Gemüt der Urgrund allen Seins! (Walter Fuß)

    Die Asypolitik beschäftigt mich sehr in den letzten Wochen und nach wie vor die Gemüter. Es geht aber – trotz der aktuellen Lage - nicht um Politik und politisches Abwägen. Es geht um das Empfinden, um das Gemüt, um eine Haltung. Was spielt sich da ab in unserem Land, in mir und in Ihnen, wenn wir Menschen begegnen, die fremd sind? Ich spüre immer öfter Ablehnung. Und zu hören bekomme ich sie auch. Mal grob, mal vorsichtig, mal laut, mal leise, mal versteckt, mal offenkundig.

    Bei einem Besuch im Krankenhaus habe ich erlebt, dass anstelle einer sogenannten „Einheimischen“ eine Krankenschwester mit Kopftuch den Patienten aufgenommen und in sein Zimmer geführt hat. Ein Raunen geht durch das Krankenzimmer. Da sind sie plötzlich da, die Vorurteile, die man (eigentlich) gar nicht haben will, weil man sich doch als ein offener Mensch sieht und grundsätzlich immer freundlich gegenüber dem, was neu ist und anders und fremd.

    Trotzdem. Es geht so schnell, dass wir uns innerlich verkrampfen. Eigentlich, so denke ich, braucht man das nicht. Es schadet uns und unserem Land, wenn die Stimmung immer schlechter, den Stammtischparolen der Boden bereitet wird, wir uns gegen das Andere abschotten wollen.

    Von Johann Wolfgang Goethe, einem der bedeutendsten Dichter deutschsprachiger Literatur stammt der mir sehr sympathische Gedanke: „Das Land, das die Fremden nicht beschützt, geht bald unter.“ Goethe hat diesen Gedanken in einem seiner Werke aus dem Jahr 1819 festgehalten. In diesem Buch „ West - östlicher Divan“ (Seite 333 – 336 Zitat)  beschäftigt er sich mit Gedichten aus Persien, mit dem Land, das man heute den Iran nennt, und natürlich auch mit den Menschen dort, und auch mit dem Islam, der zu Persien gehört.

    Als der Persische Botschafter, Mirza Aboul Hassan Khan, sich in Petersburg befand, ersuchte man ihn um einige Zeilen seiner Handschrift. Er war freundlich genug ein Blatt zu schreiben, wovon wir die Uebersetzung hier einschalten. Ich bin durch die ganze Welt gereist, bin lange mit vielen Personen umgegangen, jeder Winkel gewährte mir einigen Nutzen, jeder Halm eine Aehre, und doch habe ich keinen Ort gesehen dieser Stadt vergleichbar, noch ihren schönen Huris. Der Segen Gottes ruhe immer auf ihr! —Wie wohl hat jener Kaufmann gesprochen, der unter die Räuber fiel die ihre Pfeile auf ihn richteten. Ein König der den Handel unterdrückt, verschlieſst die Thüre des Heils vor dem Gesichte seines Heeres. Welcher Verständige möchte bey solchem Ruf der Ungerechtigkeit sein Land besuchen? Willst du einen guten Namen erwerben, so behandle mit Achtung Kaufleute und Gesandte. Die Großen behandeln Reisende wohl, um sich einen guten Ruf zu machen. Das Land das die Fremden nicht beschützt geht bald unter. Sey ein Freund der Fremden und Reisenden, denn sie sind als Mittel eines guten Rufs zu betrachten; sey gastfrey, schätze die Vorüberziehenden, hüte dich ungerecht gegen sie zu seyn. Wer diesen Rath des Gesandten befolgt, wird gewiſs Vortheil davon ziehen. Man erzählt daſs Omar ebn abd el asis ein mächtiger König war, und Nachts in seinem Kämmerlein voll Demuth und Unterwerfung, das Angesicht zum Throne des Schöpfers wendend, sprach: O Herr! Groſses hast du anvertraut der Hand des schwachen Knechtes; um der Herrlichkeit der Reinen und Heiligen deines Reiches willen, verleihe mir Gerechtigkeit und Billigkeit, bewahre mich vor der Bosheit der Menschen; ich fürchte daſs das Herz eines Unschuldigen durch mich könne betrübt worden seyn, und Fluch des Unterdrückten meinem Nacken folge. Ein König soll immer an die Herrschaft und das Daseyn des höchsten Wesens gedenken, an die fortwährende Veränderlichkeit der irdischen Dinge, er soll bedenken daſs die Krone von einem würdigen Haupt auf ein unwürdiges übergeht und sich nicht zum Stolze verleiten lassen. Denn ein König der hochmüthig wird, Freund und Nachbarn verachtet, kann nicht lange auf seinem Throne gedeihen; man soll sich niemals durch den Ruhm einiger Tage aufblähen lassen. Vgl. Johann Wolfgang Goethe, West - östlicher Divan“ (Seite 333 – 336) 

    Seine Gedanken wandern hin und her zwischen Morgenland und Abendland, zwischen Ost und West und münden an einer Stelle eben in jene Aussage: „Das Land, das die Fremden nicht beschützt, geht bald unter.“ Das hört sich dramatisch an. Goethe hat nicht gemeint, dass ein Land deshalb ausradiert wird. Aber er weist auf etwas Wichtiges hin.

    Damit ein Land, eine Nation lebensfähig ist, braucht sie mehr als materiellen Reichtum. Dass die Menschen dort ein Haus und ein Stück Land haben, hat schon damals nicht genügt. Bei uns heute genügt es nicht, dass das Internet schnell ist und die Panzer auf dem neuesten Stand sind. Auch das Qualitätssiegel Made in Germany ist kein Garant fürs Überleben, und schon gar nicht das Aufrichten von Mauern und Einrichten von Lagern.

    Viel wichtiger ist, dass Menschen gastfreundlich und hilfsbereit sind. Und das kommt eben aus dem Gemüt, aus dem Herzen, aus der Seele eines jeden einzelnen Menschen. Für seine Herzens-Gefühle ist jeder selbst mit verantwortlich.

    Ich kann daraus eine Mördergrube machen. Wenn ich mich ständig ärgere. Wenn die bösen Gedanken die Überhand gewinnen. Wenn ich überall nur Feinde sehe und Menschen, die es auf mich abgesehen haben oder mir scheinbar etwas nehmen.

    Oder ich kann mein Herz zu einem Ort der Freundlichkeit machen. Und diese Freundlichkeit pflegen, sie regelrecht kultivieren. Dies entspricht einer meiner Überzeugungen: „Wer Schlechtes denkt, der tut Schlechtes, wer Gutes denkt, der tut Gutes.“

    Für Goethe ist der Fremde kein Feind, sondern einer, der Schutz braucht. Diesen Schutz kann ich ihm leicht geben kann, weil ich in meinem Land auf der Sonnenseite der Welt stehe. Und das soll auch so bleiben. Hoffentlich denken viele so, damit es auch so bleibt oder wieder wird, gastfreundlich und Schutz gebend.

     

    - EUROPA - ein Mythos hinüber?!?

    Grüß Gott sehr geehrte, liebe Gemeindemitglieder.

    Wieder ist ein Mythos hinüber: der von einem hübschen weißen Stier, der eine wunderschöne Frau durchs Meer trägt. Und dem Kontinent den Namen dieser Frau gibt: euros-pä, übersetzt "weites Gesicht". Das ist der Name für Europa. Der zahme Stier ist Zeus; er und die ganze Götterwelt sind schon längst zerlegt; und jetzt geht die schöne Frau Europa sich selbst an den Kragen. Tatsächlich – es ist ein trauriges Schauspiel; es bereitet mir ganz große Sorge, ja, fast schon Angst: Europas Selbstzerstörung auf der politischen Bühne. Stiere sind da ziemlich viele unterwegs – aber es ist kein hübscher zahmer dabei, dem Frau Europa sich anvertrauen könnte. Vielmehr wird da mit ganz viel Schaum vor dem Mund durch Europa gesabbert. Eklig.

    Von wegen: "Europa" und "Weites Gesicht". Die kurzsichtige eigene Meinung wird zum Motor der Selbstzerstörung; sie zerstört mehr als einen Mythos. Sie bedroht ein Wunder, nämlich die politische Idee, dass nach dem Blut und Wahnsinn des Zweiten Weltkrieges eine neue Wirklichkeit für eine Menschenzukunft entstehen könnte. Angesichts des Dramas auf offener politischer Bühne möchte ich an Thomas Mann erinnern. Der hat schon 1943 gesagt: "Es ist ein entsetzliches Schauspiel, wenn Irrationalität populär wird." Irrational ist nicht der alte Mythos von einem Kontinent Europa mit einem "weiten Gesicht"; irrational ist die Kurzsichtigkeit von – immerhin gewählten – Staatsmännern, die das Wort "Mensch" nicht mehr für alle Menschen verwenden, sondern nur noch für ihre eigenen Leute. Dem Menschen wurde auf dem Boden dieses Kontinents Europa einmal Menschenrecht und Menschen-Würde zugesprochen.

    Etwas, über das jeder und jede verfügt; universell, unveräußerlich und unteilbar. "Es ist ein entsetzliches Schauspiel, wenn Irrationalität populär wird": das haben wir die Woche gesehen. Fast wäre aus einem Schiff mit Namen " Lifeline" eine "Deadline" geworden, weil Staatenlenker über aus Seenot gerettete Menschen ihre Politwürfel werfen. Gruselig. Wer kann diesem entsetzlichen Schauspiel aus populärer Irrationalität ein Ende setzen – und wie? Nicht eine alte griechische Mythologie; aber vielleicht ein Bild, das Papst Franziskus in seiner Rede vor dem Europäischen Parlament 2014 ausgemalt hat: Er spricht von einem Wandgemälde im Vatikan. Das Fresko von Raffael zeigt die sogenannte Schule von Athen.

    Der Philosoph Platon deutet mit dem Finger nach oben, zur Welt der Ideen, zum Himmel, könnten wir sagen; sein Schüler Aristoteles streckt die Hand nach vorne aus, auf den Betrachter zu, zur Erde, zur konkreten Wirklichkeit. "Das scheint mir ein Bild zu sein", sagt der Papst, "das Europa und seine Geschichte gut beschreibt; eine fortwährende Begegnung zwischen Himmel und Erde; wobei der Himmel die Öffnung … zu Gott beschreibt, die den europäischen Menschen immer gekennzeichnet hat; und die Erde stellt seine praktische und konkrete Fähigkeit dar, Situationen und Probleme anzugehen. Europas Zukunft hängt davon ab, dass wir die lebendige und untrennbare Verknüpfung dieser beiden Elemente wiederentdecken". Dafür will ich mich engagieren – und gegen die populären Irrationalen dieser Tage und Wochen. Weil ich an das Wunder Europa glaube und an das Wort "Mensch". Denn der Vorhang für das derzeitige traurige Schauspiel muss fallen. Sonst würde es heißen: Gute Nacht Europa?!? (Dechant Benedikt Welter, Saarbrücken, Wort zum Sonntag vom 30.06.2018)

  • Gebet um Segen zum Schulanfang für Schüler, Lehrer und Eltern

    Seelsorger/in

    Guter Gott,

    Jesus hat gezeigt: Kinder sind dir wichtig.

    Jedes Kind hier in der Kirche ist dir ganz wichtig.

    Erwartungsvoll gehen wir in dieses Schuljahr:

    Gib uns die Kraft, gut miteinander umzugehen,

    uns in deiner Liebe gegenseitig anzunehmen.

     

    Eltern

    Wir bitten dich für alle Kinder, die neu in der Schule sind:

    Lass sie in ihrer Klasse und dieser Schule zu einer guten Gemeinschaft zusammenwachsen.

    Hilf ihnen, nicht ängstlich, sondern froh diesen Anfang zu erleben.

    Hilf uns Eltern, dass wir verständnisvoll mit unseren Kindern umgehen, dass wir uns mit ihnen freuen über das, was gut gelingt, und dass wir auch Misserfolge aushalten.

     

    Schüler

    Mach uns Schülerinnen und Schüler frei davon, nur auf uns und unseren Erfolg zu schauen, damit dieses Schuljahr nicht zu einem Wettlauf um die ersten Plätze wird.

    Hilf uns zu sehen, wo einer unsere Hilfe braucht, damit nicht nur jeder an sich selbst denkt.

    Hilf, dass wir in unseren Klassen gut miteinander umgehen, auf die Schwächeren achten, die Starken ihr Können nicht ausnützen.

     

    Lehrer

    Uns Lehrerinnen und Lehrer gib Freude an unserer Arbeit mit den Kindern.

    Gib uns Geduld und gute Ideen.

    Hilf, dass wir freundlich und liebevoll mit den Kindern umgehen können.

     

    Seelsorger/in

    Segne uns heute an diesem Schulanfang und an jedem Tag in diesem Schuljahr.

     

    Aus: Müller-Bardoff, Helga; Barkowski, Thomas; Birk, Gerd, "Gelingende Gottesdienste für die Schule" Erfahrungen und Entwürfe aus der ökumenischen Praxis, Claudius Verlag München 2004

  • Leichte Sprache - Johannes 6,24ff Jesus sagt: Ich bin das Brot für das richtige Leben

    Einmal hatte Jesus viele Leute satt gemacht.

    Damals hatten die Leute wenig zu essen.

    Es gab viele Arme.

    Und viel Hunger.

    Jesus machte über fünftausend Leute satt.

    Jesus sagte:

    Ich will euch zeigen, dass Gott gut ist.

    Ihr sollt merken, dass Gott gut ist

    Das ist wichtig.

    Ihr sollt merken, dass Gott immer bei euch ist.

    Das ist richtig gut.

    Ihr sollt merken, dass Ihr immer bei Gott sein dürft.

    Das ist wichtig.

    Jeden Tag hat man neuen Hunger.

    Jeden Tag muss man wieder neues Brot essen.

    Gott im Himmel gibt euch ein anderes Brot.

    Das andere Brot könnt ihr

    nicht mit den Augen sehen.

    Und nicht mit den Händen anfassen.

    Das Brot von Gott schenkt euch das richtige Leben.

    Das Brot von Gott macht das Herz satt.

    Die Leute waren begeistert.

    Die Leute sagten:

    Gib uns dieses Brot.

    Dieses Brot wollen wir immer haben.

    Jesus sagte:

    Ich bin selber dieses Brot.

    Ihr könnt mich hören.

    Und sehen.

    Und spüren.

    Ich bin das Brot für das richtige Leben.

  • Geistliches Wort - Impuls zur Ferienzeit

    Urlaub, Urlaub, Urlaub! Bald geht´s in den Urlaub 

    Es gibt Menschen, die brauchen anscheinend niemals Urlaub und solche, die meinen, ohne mehrere Tage Tapetenwechsel im Jahr nicht überleben zu können.

    Der Eine will ans Meer, der Andere in die Berge; manche möchten ausruhen, andere möchten etwas erleben!

    Manche wollen von ihrem Alltag nichts mehr wissen, andere würden am liebsten alles Gewohnte mitnehmen; es gibt aber auch solche, die nicht in der Lage sind, in den Urlaub zu fahren, aus welchen Gründen auch immer.

    Manche haben keine Zeit Urlaub zu machen, andere würden es gerne das ganze Jahr tun!

    Haben wir uns eigentlich gründlich überlegt, wovon wir Urlaub machen wollen und wozu wir Urlaub brauchen? Oder anders gefragt, planen wir unseren Urlaub nach den Kriterien, wen oder was möchte ich im Urlaub auf keinen Fall sehen, oder was möchte ich im Urlaub unbedingt haben? Ich halte es für wertvoll, sich über die eigene Motivation einmal Gedanken zu machen, denn so ein Urlaub kostet ja schließlich eine Menge Zeit und auch nicht selten Geld. Und mit diesen Gütern sollten sie nicht einfach verschwenderisch sein.

    Wo immer und wie immer wir Urlaub machen, es soll etwas Besonderes sein.

    Es soll ein Gegensatz und daher eine Ergänzung unseres Alltags sein. So wie es den Werktag und den Sonntag gibt, soll es den Alltag geben und die Urlaubszeit; vielleicht nach dem Motto:

    „Oh du fröhliche, oh du selige, Gnaden bringende, Urlaubszeit!“

    Das darf man so nicht schreiben? Fröhlich darf die Urlaubszeit doch wohl sein und etwas für „die Seele“ wollen viele im Urlaub auch tun. Und die Gnadengaben unseres Herrn gibt es auch im Urlaub; vielleicht sogar noch besondere, solche, die wir in unserem hektischen Alltag nicht erhalten.

    Ja eine gnadenreiche Zeit wünschen wir ihnen von Herzen.

    Eine Zeit, in der sie die Nähe Gottes zu den Menschen spüren können.

    Eine Zeit, die wirklich ihnen und ihren Bedürfnissen gehört.

    Eine Zeit in der sie ganz Mensch sein können oder sollte ich schreiben in der sie ein ganzer Mensch sein können? Ganz ( = altgrieschisch: holos à heilig), nicht geteilt oder gar zerrissen von den Erwartungen unendlich vieler Aufgaben und Anforderungen.

    Kurzum, wir wünschen ihnen den richtigen Ausgleich für ihr Leben in dieser Zeit.

    Ihr Seelsorgeteam

    "Die Sommerferien stehen vor der Tür. Herrlich. Zeit, die Seele baumeln zu lassen an der See oder in den Bergen. Wie war das mit Jesus? Hat der nicht hin und wieder eine Auszeit genommen? Kennt die Bibel also Urlaub?"

    Sommer, Sonne, Kaktus. Dorthin bringt ihn der Geist, nonstop. Es werden vierzig Tage in der Wüste. Sand auf der Haut, Wind im Haar, Fasten, Meditieren. Diese Wochen tun dem Zimmermannssohn gut. Voller Elan geht Jesus anschließend seine große Aufgabe an. Auch während der dreijährigen Wanderschaft durch Israel gönnt er sich immer wieder solche "Auszeiten", meist Bergtouren, erzählt die Bibel.

    Auch die Bibel regelt "Urlaub"

    Eine Auszeit vom Alltag ist auch schon in der Bibel ein Thema.

    Auszeit, Selbsterfahrung, Jahresurlaub - moderne Begriffe. Die Evangelien und das Alte Testament  kennen solche Worte nicht. Aber die Sehnsucht des Menschen nach Erholung, ist der Bibel bestens vertraut. Sie enthält sogar eine gesetzliche Regelung. Das Dritte Gebot verpflichtet jedermann, einmal in der Woche alles stehen und liegen zu lassen. "Am siebten Tag ist Sabbat. Da sollst du keine Arbeit tun", sagt die Bibel wortwörtlich. Erklärt wird diese Regel mit dem Hinweis auf die Schöpfungsgeschichte. "In sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und ruhte am siebenten Tag (Ex 20,8-11)."

    Der gesetzliche Anspruch kommt erst spät

    Der Begriff "Urlaub" stammt übrigens aus der Sprachwelt des Mittelalters. Er meint die Freiheit, wegzugehen zu dürfen. Knechte und Mägde konnten sich diese Erlaubnis beim Altbauern einholen, dem sogenannten Ur. Aus beiden Worten entsteht dann "Ur-laub". Mit unbeschwerten Ferientagen hat das zunächst wenig zu tun. So etwas es erst im 18. und 19. Jahrhundert. Damals entstehen an der See und in den Bergen immer mehr Kurorte. Ein teures Vergnügen, ausschließlich für Adelige und wohlhabende Bürger. In Deutschland kommen Regelungen zum Erholungsurlaub für einzelne Berufsgruppen erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zustande. Bis daraus ein gesetzlicher Anspruch wird, dauert es noch einige Jahrzehnte.

    Fastenwochen in der Wüste oder eine kurze Auszeit in den Bergen. Vielleicht hatte Jesus es zu seiner Zeit damit leichter als andere? Möglich. Schließlich ist er als Kopf der Jünger "Chef" und in gewisser Weise "selbständig".

    Interessant bleibt allemal, dass die Bibel der regelmäßigen Erholung einen großen Stellenwert beimisst. Heißt: Der Mensch kann nur dann voller Elan seine Aufgaben anpacken, wenn er sich regelmäßig Urlaub macht.

     

    Braucht Gott eigentlich auch Urlaub? Zugegeben, eine nicht ganz ernst zu nehmende Frage! Aber bitte, nehmen Sie die Frage ruhig einmal ernst in einer Zeit, in der es fast selbstverständlich ist, dass man Urlaub braucht – Urlaub beantragt – Urlaub nimmt – Urlaub macht.

    Es ist bekannt, dass Gott für sich auch seine eigene Ruhe in Anspruch nimmt. „Und Gott ruhte am siebten Tag von all seinen Werken, die er geschaffen hatte“(Gen 2,2).

    Es ist die älteste „Auszeit“, die wir kennen.

    Gott macht sie, ganz souverän. War seine Arbeit so anstrengend? Er hatte ja einfach nur befohlen, dass Licht und Finsternis, Erde, Himmelsgewölbe, Wasser, verschiedene Arten von Gewächsen und Lebewesen da sein sollten. Und auch Mann und Frau als Krone der Schöpfung. Eine „Auszeit“ musste er sich einfach gönnen.

    Doch die Arbeit, die er mit dem Werk seiner Hände, namens Mensch, vollbracht hatte, hält ihn schon bald auf Trapp. Sorgen und Unruhen begannen, mit der paradiesischen Ruhe und dem himmlischen Frieden war es endgültig vorbei. Jeden Tag hatte er seitdem alle Hände voll zu tun, um wieder herzustellen, um zu heilen, zu trösten, in Ordnung zu bringen, was sein liebstes Geschöpf, der Mensch, da so anstellt.

    Jeden Tag muss er neu mit ansehen, wie sich seine Kinder immer wieder die Köpfe einschlagen, wie sie die gute Schöpfung zerstören. Braucht Gott eigentlich nicht auch Urlaub?

    Stellen Sie sich einmal vor, er nimmt ihn sich einfach, ganz souverän. Er füllt einen Urlaubsbogen aus, wie er das bei seinen Kindern gesehen hat, reicht ihn bei sich selbst ein (wer sollte denn sonst zuständig sein?), und genehmigt sich selbst die beantragten Wochen. Er packt seine sieben Sachen, schaltet den automatischen Anrufbeantworter ein mit der Botschaft: Gott ist vom 1. Juli bis 30. August mit unbekanntem Ziel verreist, die Zentrale ist geschlossen. Wollen Sie eine Nachricht hinterlassen, dann sprechen Sie bitte jetzt. „piep...“.

    Kann Gott so handeln, wenn er an seine Kinder denkt, die er jetzt so im völligen Chaos zurücklässt: im Streit miteinander, im Krieg und im Hunger, ohne jeden Schutz, ohne Hilfe, ohne Zuspruch?

    Ehrlich gesagt, ich kann mir das nicht vorstellen. Ich glaube, er setzt seinen Koffer noch einmal ab, holt den zerknitterten Urlaubszettel aus seiner Jackentasche und schreibt mit großen Buchstaben darauf: „Urlaub gestrichen“. Wenn er seine sieben Sachen wieder ausgepackt hat, wird er auch seinen Anrufbeantworter wieder ausschalten. Er wird in sich hineinlächeln und vor sich hinmurmeln: „Na ja, ich hätte sowieso nicht gewusst, wohin die Urlaubsreise gehen sollte. Ich meine, ich bleibe weiter für die Menschen da und wohne bei ihnen. Ich bleibe für sie jederzeit zu sprechen.“

  • Verstorbene des Monats - aktueller Pfarrbrief -

  • Wir gegen Rassismus

    so lautet das Motto einer Jugendaktion im Bistum Trier; eine Aktion, die sich gegen Rassismus und für Toleranz in unserer Gesellschaft stark machen will.

    Wir werden dazu am Freitag, den 08. September nachmittags auf dem Luisenplatz in Neuwied einen Aktionstag veranstalten und bis zur Bundestagswahl über die Aktionshomepage www.wir-gegen-rassismus.de sowie die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram zum Mitmachen aufrufen. Ziel ist eine Fotocollage, für die sich Jugendliche mit dem Aktionslogo gegen Rassismus ablichten lassen. Durch die Portraits entsteht am Ende der Aktion das Logo aus vielen hundert oder gar tausend Einzelbildern wie ein Mosaik neu – Menschen zeigen so ihr Gesicht gegen Rassismus.

    Am Aktionstag in Neuwied wollen wir zudem Passanten auffordern, an der Aktion ebenfalls teilzunehmen und Farbe zu bekennen.

    Wir möchten damit vor der Bundestagswahl zeigen, dass Kirche sich gegen Rassismus positioniert und sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzt.

    Bunt und barmherzig – so wollen wir miteinander leben.

    „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mk 12, 31):

    Für uns eine hochaktuelle Botschaft.

    Zudem planen wir den Aktionstag mit Jugendbands aus der Region sowie einer Band, in der Einheimische und Flüchtlinge gemeinsam musizieren. Die Materialien zur Aktion erhältst du in der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral in Koblenz (Bierdeckel, Sticker und Roll up), bitte wende dich hierzu an wirgegenrassismus@bistum-trier.de oder du lädst das Aktionslogo ganz einfach auf dieser Webseite herunter und nutzt es für dein Foto.

    So kannst du uns unterstützen: Kennst auch du Personen, Jugendgruppen, Schulen, etc., die sich an der Aktion beteiligen wollen? Wir würden uns sehr darüber freuen, da es unser Ziel ist, möglichst viele Menschen zu erreichen. Das Aktionslogo wird auf Stickern, einem Roll-Up und auf Bierdeckeln abgebildet, um die Aktion zu bewerben. Über Instagram und Facebook wurden zudem Seiten eingerichtet, die täglich eine Person über 18 Jahren zeigt, die sich mit dem Logo positioniert und ein Statement abgibt, warum sie gegen Rassismus ist.

    Ganz wichtig sind uns die Bildrechte der Einzelnen und der Schutz vor Cybermobbing bzw. einem Missbrauch der Bilder.

    Daher haben wir in Absprache mit einer Anwaltskanzlei Standards für die Umsetzung festgelegt, die eingehalten werden müssen. Wir freuen uns auf deine Fotos und/oder deinen Besuch zum Aktionstag in Neuwied.

  • Das Wort zum Sonntag

    "Hochaktuell und kurzweilig", wenn Pfarrer Benedikt Welter immer wieder den Heiligen Ignatius ins Spiel bringt.