Aufrufe / Aktionen / Angebote

  • Auf dem Weg Aktion Dreikönigssingen: Bischof Ackermann sendet Staffelstern aus

    Der Staffelstern zur Aktion Dreikönigssingen.

    Trier / Koblenz / Saarbrücken – Die Reise beginnt: Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 16. September den Staffelstern der 60. Aktion Dreikönigssingen gesegnet und ihn Kindern der Katholischen Jugendgruppe (KJG) Altrich übergeben. Bis zur bundesweiten Aussendungsfeier der Sternsingerinnen und Sternsinger am 29. Dezember in Trier soll der Stern möglichst viele Orte im Bistum besuchen und so auf die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder aufmerksam machen. „Ich hoffe, dass es viele Gruppen gibt, die den Stern aufnehmen und im Reisetagebuch erzählen, was sie erlebt haben“, sagt der Bischof. Es ist das erste Mal, das ein Staffelstern anlässlich der Aktion Dreikönigssingen auf Reisen geht.

    Gestaltet haben den wetterfesten Holzstern mit der Silhouette einer Sternsingergruppe Jugendliche und Meister in der Schreinerei und Malerwerkstatt im Jugendhilfezentrum Haus auf dem Wehrborn in Aach. Die bundesweite Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2018 ist am Freitag, 29. Dezember, im Trierer Dom. Dann wird der Staffelstern weitergegeben an Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem Bistum Passau, die im kommenden Jahr zum bundesweiten Start einladen. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

    Gruppen, die den Staffelstern empfangen möchten, können sich beim BDKJ Trier melden, Tel.: 0651-9771100, E-Mail: info(at)bdkj-trier.de. Weitere Informationen gibt es unter www.bdkj-trier.de/sternsinger/staffelstern. In einem „Reisetagebuch“ kann der Weg des Sterns verfolgt werden unter www.bdkj-trier.de/sternsinger. Lb

    Aktion Staffelstern

    Am Mittwoch, dem 08. 11.2017 um 15:00 Uhr treffen sich alle Messdiener und Messdienerinnen und Jungen und Mädchen der gesamten Pfarreiengemeinschaft Ulmen, die an der Aktion mitmachen wollen, zu einem Foto an der Kirche in Büchel

  • Angebot für Ehrenamtliche im Blick auf die Umsetzung der Synode:

    Herausforderungen im Ehrenamt Pfarreiengemeinschaften Ulmen und Kaisersesch

    Ø geschult sein, Wort-Gottes-Feiern zu leiten

    Workshop am Freitag, den 26. / 27. Januar 2017 in der St. Martin Gastronomie Ulmen

    nähere Informationen und Anmeldemodalitäten werden demnächst veröffentlicht.

  • Treffpunkt Bibelarbeit

    NEU !

    Treffpunkt Bibelarbeit

    1. Dienstag , 16. Mai 2017 , 19:00 Uhr
    2. Dienstag,  29. August 2017, 19:00 Uhr
    3. Dienstag, 14 November 2017, 19:00 Uhr

    Pfarrsaal Büchel , Schulstraße  9

    Eingeladen sind:

    Lektorinnen & Lektoren, Kommunionhelferinnen & Kommunionhelfer, WGF – Helferinnen & WGF Helfer und alle Interessierten.

    Wir bieten:  Neue Erfahrungen mit biblischen Texten

    Jeder Abend ist in sich abgeschlossen.

    Es laden herzlich ein:

    Pfarreienrat der Pfarreiengemeinschaft Ulmen & Bruder Michael, Kloster Ebernach (geistliche Begleitung)

  • Ein menschenwürdiges Leben für alle

    Ein menschenwürdiges Leben für alle

    Flüchtlinge sehen in ihrer Heimat keine Perspektive mehr oder werden mit Gewalt von dort vertrieben. Doch auch sie müssen ein menschenwürdiges Leben führen können. Ein Zwischenruf von "Justitia et Pax".

    Politik | München/Bonn - 06.06.2017

    Mehr als 65 Millionen Menschen weltweit – so viele wie noch nie – sind derzeit auf der Flucht. Sie sehen in ihrer Heimat keine Zukunftsperspektiven oder müssen ihr Leben retten, weil sie politisch, ethnisch oder religiös verfolgt werden bzw. vor Krieg und Terror fliehen. Durch den Klimawandel könnte diese Zahl zukünftig noch erheblich weiter steigen. Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge in anderen Landesteilen oder angrenzenden Regionen Schutz sucht, müssen wir diese Wanderungsbewegungen in den Kontext einer weit fortgeschrittenen Globalisierung stellen. In den allerwenigsten Fällen gibt es die eine eindeutige Ursache. Fast immer ist es ein komplexes Bündel verschiedener, sich wechselseitig bedingender und verstärkender Probleme. Erst seitdem vermehrt Menschen bei uns Zuflucht suchen, wächst das Bewusstsein dafür, dass wir aufgrund einer weitgehend ungeordneten Globalisierung zu einer weltweiten Schicksalsgemeinschaft geworden sind. 

    Die Bekämpfung der Fluchtursachen liegt auch im Eigeninteresse

    Wenn Regierungen in anderen Weltregionen nicht in der Lage oder willens sind, Sicherheit und Recht zu gewährleisten, ihre Bevölkerung vor Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung zu schützen, soziale Dienste wie ein funktionierendes Bildungssystem und eine angemessene medizinische Versorgung bereitzustellen oder entwicklungsförderliche Rahmenbedingungen zu schaffen, verfestigt dies Hunger und Armut und leistet Willkür, Korruption und organisierter Kriminalität Vorschub. Der Zerfall von Staatlichkeit und damit verbundene politische oder soziale Konflikte lösen nicht mehr nur vor Ort gewaltsame Auseinandersetzungen aus. In einer global vernetzten Welt wirken diese unweigerlich auch auf uns in Europa und andere Teile der Welt zurück; sei es durch Flucht und Migration, oder durch fundamentalistische und terroristische Gruppen.

    Eine effektive Bekämpfung der Fluchtursachen liegt daher schon im wohlverstandenen europäischen Eigeninteresse. Sie ist aber auch ethisch geboten. Die Europäische Union bekennt sich im Lissabon-Vertrag von 2007 zur Achtung der "unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit als universelle Werte". Um diesem Anspruch gerecht zu werden, müssen wir nicht nur die bei uns Schutz suchenden Personen menschenwürdig behandeln, sondern auch unserer Verantwortung für eine faire Gestaltung der Globalisierung gerecht werden.

    Der Philosoph und Wirtschaftsethiker Johannes Wallacher ist Präsident der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München. KNA

    Die Grundlagen für Frieden und Versöhnung, für funktionierende Strukturen partizipativer Regierung, fairer Justiz und effizienter Verwaltung, für Infrastruktur, soziale Einrichtungen und entwicklungsförderliche Rahmenbedingungen müssen zwar in und im Wesentlichen von den betroffenen Gesellschaften selbst geschaffen werden. Das gilt auch für die notwendigen Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Klimabedingungen.

    Die Industrie- und zunehmend auch viele Schwellenländer tragen jedoch eine wesentliche Mitverantwortung. Denn die konkreten Bedingungen für politische Stabilität, soziale und wirtschaftliche Entwicklung sind heute nirgends mehr unabhängig von externen Einflüssen.

    Solange es etwa den Industrieländen nicht gelingt, die Transparenz von Zahlungsströmen beim Abbau von Rohstoffen zu erhöhen oder Steueroasen und Steuerflucht in ihren Bereichen wirksam zu bekämpfen, werden die betroffenen Gesellschaften die strukturellen Ursachen für Korruption und zerfallende Staatlichkeit schwerlich überwinden können. Die ärmeren Länder werden auch kaum ihre wirtschaftliche Wertschöpfung steigern und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Jugend schaffen können, wenn die Außenwirtschafts- und Handelspolitik der wohlhabenderen Länder ihnen dafür (wie zum Beispiel durch die EU-Agrar- und Fischereipolitik) wenig Spielraum lassen.

    Armut, Wirtschaft und Umwelt sind eng miteinander verknüpft

    Die EU und andere Industriestaaten stehen auch in der Verantwortung, ärmere Menschen und Länder dabei zu unterstützen, sich an die Klimaänderungen anpassen zu können, die schon jetzt unvermeidbar sind. Denn sie haben historisch ungleich mehr Treibhausgase emittiert und auch deshalb heute finanziell wie technisch mehr Handlungsspielräume. Schließlich dürfen sie durch ihre Sicherheits- und Rüstungsexportpolitik Konflikte nicht verschärfen, sondern sollten durch Versöhnungsarbeit und Krisenprävention helfen, Konflikte abzubauen oder zumindest einzudämmen.

    Mit der "2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung" und ihren 17 Globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) bekennt sich die internationale Staatengemeinschaft seit 2015 dazu, dass Armut, wirtschaftliche und ökologische Verwundbarkeit eng miteinander verknüpft sind. Damit nehmen sich die Staaten auch gemeinsam in die Pflicht, die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Sie wollen weltweit allen Menschen, zukünftige Generationen eingeschlossen, grundlegende Chancen auf ein gelingendes Leben eröffnen – frei von Armut in jeder Form, frei von Hunger, Angst, Gewalt und allen Formen der Verletzung der Menschenrechte.

    Link Tipp: Meilenstein auf dem Weg nachhaltiger Entwicklung

    17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung haben die Vereinten Nationen in ihrer "Agenda 2030" beschlossen - 15 Jahre gibt sich die Weltgemeinschaft, um sie zu erreichen. In der Kirche wird die Selbstverpflichtung positiv aufgenommen. Dabei muss aber klar sein: Entwicklung gibt es nicht zum Nulltarif. (Artikel vom September 2015)

    zum Artikel

    Neu an dieser Agenda ist, dass die nachhaltigen Entwicklungsziele sich nicht nur an ärmere Länder, sondern an alle Staaten richten. Damit erkennen die UN-Mitgliedsstaaten an, dass es nicht nur verbreitete Formen der Unterentwicklung, sondern auch der Fehlentwicklung gibt, die durch geeignete Reformen zu korrigieren sind. Mit der Agenda wollen sie in gemeinsamer Verantwortung und durch verstärkte Zusammenarbeit die Voraussetzungen dafür schaffen, diese Ziele bis 2030 zu erreichen. Durch nationale Aktionspläne sollen die Staaten die einzelnen Ziele jeweils konkretisieren und dafür notwendige Reformen und politische Maßnahmen in die Wege leiten. 

    Nachhaltige Entwicklung lässt sich nicht in Teilziele aufspalten

    Die deutsche Bundesregierung hat dazu am 11. Januar 2017 die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie entlang der Agenda 2030 und den SDGs fortgeschrieben. Unter der Federführung des Bundeskanzleramtes soll ein Staatssekretärsausschuss, in dem alle Ressorts vertreten sind, als zentrales Steuerungsorgan die Umsetzung der Ziele gewährleisten.

    Damit wird hoffentlich eine kohärentere Politik für eine nachhaltige Entwicklung möglich. Unerlässlich dafür wird es sein, ein weit verbreitetes Missverständnis auszuräumen. Denn nachhaltige Entwicklung lässt sich nicht in drei Teilziele – sozial, ökonomisch, ökologisch – aufteilen. Wenn die Agenda 2030 davon spricht, "niemanden zurückzulassen", macht sie deutlich, dass nachhaltige Entwicklung dauerhaft auf ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen zielt. Dies lässt sich nur erreichen, wenn es gelingt, für alle Menschen die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür so zu schaffen, dass die ökologischen Grenzen des Planeten nicht gesprengt werden. Alle notwendigen Schritte der Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung wird man an diesem Anspruch messen müssen. Von Johannes Wallacher

    Der Autor

    Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher ist Präsident der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München und Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik an dieser Hochschule. Er ist zudem Moderator des Sachbereichs Entwicklung der Deutschen Kommission Justitia et Pax und Vorsitzender der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der Deutschen Bischofskonferenz.

  • Kirchenmusiker gesucht - Bistum Trier bildet nebenamtliche Chorleiter und Organisten aus

    Trier/Koblenz/Saarbrücken – Ab Oktober bildet die Bischöfliche Kirchenmusikschule Trier wieder Chorleiterinnen und Chorleiter sowie Organistinnen und Organisten im Nebenberuf aus. Diese nebenamtlichen Kirchenmusiker werden derzeit und wohl auch in absehbarer Zeit in fast allen Dekanaten des Bistums Trier dringend gesucht.

    Insgesamt sechs Ausbildungsgänge bietet die Schule an: die sogenannten D-Ausbildungen in den Bereichen Orgel, Chor und Kinderchor und die C-Ausbildungen allgemein sowie in den Teilbereichen Orgel und Chor. Die D-Ausbildungsgänge vermitteln die zur Gestaltung der Liturgie beziehungsweise zur Leitung der entsprechenden Gruppen notwendigen Grundkenntnisse. Die C-Ausbildung umfasst alle kirchenmusikalischen Disziplinen von Gesang und Begleitung Neuer Geistlicher Lieder bis zum Gregorianischen Choral, von der Kinderchorleitung bis zu Orgelkunde und Orgelimprovisation. Bei den C-Teilausbildungen sind jeweils nur die für die entsprechenden Teilbereiche relevanten Fächer enthalten.

    Verantwortlich für die Ausbildung ist die Bischöfliche Kirchenmusikschule Trier mit ihren Seminaren Trier, Koblenz und Saarbrücken. Alle Ausbildungsgänge dauern in der Regel zwei Jahre und werden mit einer Prüfung abgeschlossen, die unter anderem zu einer höheren Besoldung berechtigt. Den Unterricht erteilen überwiegend die Regionalkantoren als Leiter der Fachstellen für Kirchenmusik und die Dekanatskantorinnen und Dekanatskantoren - und meist ortsnah.

    Anmeldeschluss für die im Oktober beginnenden C-Kurse ist der 1. September, für die D-Kurse der 15. September. Weitere Informationen sowie die Anmeldeformulare sind bei der Bischöflichen Kirchenmusikschule Trier, Mustorstraße 2, 54290 Trier, Tel.: 0651 7105-508, kirchenmusik(at)bgv-trier.de, oder den Regionalkantoren und Dekanatskantoren im Bistum Trier erhältlich. Online sind die Informationen unter www.kirchenmusik.bistum-trier.de abrufbar. (JR)

Informationen

  • Eröffnungsgottesdienst der Sternsingeraktion 2018 in Trier

    Die bundesweite Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2018 ist am Freitag, 29. Dezember, im Trierer Dom

    Herzliche Einladung an alle Messdienerinnen und Messdiener der Pfarreiengemeinschaft zur Teilnahme am Eröffnungsgottesdienst am 29. Dezember im Trierer Dom. Wir möchten gemeinsam mit allen, die Interesse haben, nach Trier fahren. Wer mitfahren möchte, meldet sich bitte bei den Küsterinnen und Küstern oder direkt im Pfarrbüro. Nähere Informationen über die Tagespresse.

  • Bistum Trier veröffentlicht Statistik für das Jahr 2016

    Trier – 1.382.050 Katholikinnen und Katholiken wohnten 2016 auf dem Gebiet des Bistums Trier. Das entspricht einem Anteil von 56,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Diese Zahl weist die aktuelle Statistik für das Jahr 2016 aus, die die deutschen Bistümer am 21. Juli veröffentlicht haben. Die Katholikenzahl ist im Vergleich zu 2015 (1.398.800) um 1,2 Prozent zurückgegangen.

    Um 17 Prozent ist die Zahl der Kirchenaustritte gesunken: Verließen 2015 noch 8.880 Menschen die katholische Kirche, waren es 2016 nur noch 7.394 Frauen und Männer. Leicht gestiegen sind die Zahlen der Taufen mit 9.368 (2015:9.262) und die Zahl der Erstkommunionen mit 9.774 (2015: 9.704). Auch die Zahl der Firmungen liegt mit 8.631 rund 3 Prozent über der Zahl des Vorjahres (8.417). Auf einem historischen Tiefstand ist die Zahl der Trauungen mit 2.309 (2015: 2.376). Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Bestattungen mit 17.404 (2015: 18.050). In die Kirche wiedereingetreten sind 2016 295 Personen (2015: 321), aus anderen christlichen Konfessionen kamen 92 Menschen (2015: 101) in die katholische Kirche.

    Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg sagte, es stimme traurig, dass die Katholikenzahlen weiter sinken. Dies hänge mit dem Verhältnis der Zahl der Sterbefälle gegenüber den Neuaufnahmen zusammen, aber vor allem mit der Zahl der Austritte, gleichwohl diese zurückgehe. Von Plettenberg sagte, er sehe dennoch die nach wie vor vorhandene Bindekraft der Kirche. Wenn 90 Prozent der getauften Kinder zur Erstkommunion gingen und bis zu 65 Prozent der getauften Kinder zur Firmung, „sind das Zahlen, die wir auch berücksichtigen dürfen“. Der Generalvikar verwies auf die Synode.

    Sie habe auch das Ziel gesetzt, Menschen zu erreichen, die sich nicht oder nicht mehr von der Kirche angesprochen fühlen. Wenn nur noch rund acht Prozent der Katholiken im Bistum regelmäßig zum Gottesdienst gingen, müsse man sich „selbstkritisch fragen: Was ist mit den anderen 92 Prozent“? Sicher sei der Gottesdienstbesuch nicht das einzige Kriterium für Katholisch sein, aber er erhoffe sich von der Synode und ihrer Umsetzung, dass „wir uns von den übrigen 92 Prozent in ihrem Christsein, wie sie es verstehen, anregen und bereichern lassen für das Kirchesein insgesamt“. Das Potenzial, Menschen anzusprechen, habe die Kirche, wie die Zahlen von Taufen und Erstkommunionen zeigten. Die Herausforderung sei, sie nicht nur punktuell anzusprechen, sondern so, dass es eine bleibende Bedeutung für Kinder und Jugendliche und die Familie insgesamt habe.

    Das Bistum Trier zählt derzeit 887 Pfarreien in 172 pastoralen Einheiten und 32 Dekanaten. Die Diözese, zu der die ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz in Rheinland-Pfalz und der überwiegende Teil des Saarlands gehören, umfasst eine Fläche von 12.870 Quadratkilometern. Eine Übersicht der Eckdaten des kirchlichen Lebens in den deutschen Bistümern gibt es bei der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de. (21. Juli 2017)

  • Weihbischof besuchte die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr

    Der Trierer Weihbischof Peters (3. von links) und mit ihm eine Gruppe von Geistlichen besuchte die Ulmener Diensthundeschule.
    Weihbischof Jörg Michael Peters, die Leiterin der Abteilung Zucht der Diensthunde-schule, Stefanie Kühn und Dechant Walter Fuß (von rechts nach links) hatten viel Spaß beim Spiel mit den 10 Wochen alten Welpen.

    auf den Hund gekommen

    ULMEN. Hohen „geistlichen“ Besuch konnte die Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, Oberfeldveterinär Dr. Christiane Ernst, in der Gräfin-von-Maltzan-Kaserne in Ulmen willkommen heißen. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters besuchte mit seinem persönlichen Referenten Uwe Sengelhoff diese in der Bundeswehr „einzigartige“ militärische Dienststelle, die in seinem Visitationsbezirk liegt. Mit dabei waren auch Dechant Walter Fuß vom Dekanat Cochem, Pastoralreferent Burkhard Bleul als Leiter der Dienststelle des Katholischen Standortpfarrers Büchel und Diakon Wilfried Puth von der Pfarreiengemeinschaft Ulmen (er war bis zu seiner Weihe zum Ständigen Diakon im Jahr 2010 als Offizier Angehöriger dieser Dienststelle).

    Nach einer herzlichen Begrüßung gab die Kommandeurin im Beisein ihres Stellvertreters, Oberstleutnant Rene Rudolph, zunächst einen Lagevortrag zum Auftrag, der Gliederung und zu den Besonderheiten der Diensthundeschule, damit sich die Gäste ein Bild darüber machen konnten, was es mit dieser militärischen Dienststelle so auf sich hat. Besonders ging sie dabei auf ein noch relativ neues Ausbildungskonzept ein, bei dem in Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz durch gezielt ausgebildete Diensthundeteams versucht wird, vor allem nach Auslandseinsätzen heimgekehrten und zum Teil schwer traumatisierten Soldaten/innen in Therapien zu helfen. Hier gab es auch Anknüpfungspunkte an das Bistum Trier, da hier auch einige „tiergestützte Therapien“ mit speziell ausgebildeten Hunden angeboten werden, wie etwa bei Mutter-Kind-Kuren oder bei der Trauerbewältigung von Kindern nach dem Tod eines Elternteil oder auch in anderen Bwereichen.

    Nach einer Führung durch die schuleigene Diensthundeklinik, die von ihrer Leiterin, Oberstabsveterinär Dr. Susanne Hartmann, vorgenommen wurde und bei der die Besuchergruppe einen eindrucksvollen Einblick in die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten in diesem „Diensthundekrankenhaus“ erhielt und einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen in der Truppenküche, standen dann noch eine ganze Reihe von Vorführungen auf dem nachmittäglichen Programm.

    So konnten sich die Besucher zunächst an einer Gruppe ganz junger Welpen erfreuen, die - aus schuleigener Zucht stammend - sich im Alter von rund zehn Wochen spielerisch an die ihnen anvertrauten „Herrchen und Weibchen“ gewöhnen sollten. Auch Weihbischof Peters ließ es sich dabei nicht nehmen, auf der Wiese sitzend mit diesen kleinen „Vierbeinern“ zu spielen. Danach zeigten etwa ein Jahr alte „Junghunde“, was sie im Bereich des Schutzdienstes schon zu leisten imstande sind und schließlich konnten die Besucher noch einige Kampfmittelspürhundeteams in einem eindrucksvollen Szenario erleben, dass ihnen in einem zu einem Wohnzimmer umgebauten ehemaligen Munitionsbunker geboten wurde und bei dem alle eingesetzten Diensthundeteams die versteckte Munition erfolgreich erspüren und anzeigen konnten.

    „Ich bin tief beeindruckt, was uns heute hier mitgeteilt und gezeigt wurde. Hier wird herausragende militärische Arbeit geleistet. Aber auch die eigene Zucht und vor allem der Vortrag über die Therapiebegleithundeteams, mit denen schwer traumatisierten Soldaten/innen geholfen werden kann, haben mich besonders beeindruckt. So danke ich Ihnen allen ganz herzlich für alles, was wir heute hier haben erleben dürfen,“ so Weihbischof Peters am Ende des Besuches. Wilfried Puth

  • Sehen, was an Gutem vorhanden ist - Dechanten des Bistums befassen sich mit Erkundungsphase zur Synodenumsetzung

    Trier – Die Frühjahrskonferenz der Dechanten des Bistums Trier mit Bischof, Weihbischöfen und Leitungsebene des Generalvikariats hat sich eingehend mit der bevorstehenden Erkundungsphase in den Pfarreien der Zukunft zur Umsetzung der Synodenbeschlüsse befasst.

    Zwei Tage lang haben sich die Dechanten im Robert Schuman Haus in Trier getroffen, um über aktuelle Entwicklungen zu beraten. Einer der Schwerpunkte war die im Herbst beginnende nächste Phase der Synodenumsetzung: die Erkundungsphase. Ihr Zweck ist es zu entdecken, was für die Pfarrei der Zukunft wichtig ist: Welche Orte von Kirche gibt es? Wo und wie spielt sich das Leben der Menschen ab? Welchen Fragen und Themen darf die Pfarrei der Zukunft nicht ausweichen?

    Zehn Erkundungsteams aus verschiedenen Berufen werden von Herbst 2017 an ihre Arbeit im Gebiet der neu zu gründenden Pfarreien aufnehmen. Diese Teams sollen Interessierte und Engagierte vor Ort aktiv in die Entwicklung der Pfarrei der Zukunft einbeziehen, indem sie Neugier wecken und neue Perspektiven für die Kirchenentwicklung eröffnen. Bischof Dr. Stephan Ackermann fasste auf der Konferenz den Auftrag dieser Teams so ins Wort: „Sie sollen nach Entdeckungsgeschichten suchen, die Mut machen, und sehen, was an Gutem vorhanden ist.“

    Zum 1. Mai hatte das Bistum hierfür insgesamt 20 Stellen mit jeweils 25 Prozent Stellenumfang ausgeschrieben. Zehn weitere sollen von der Caritas besetzt werden. Die jeweiligen Bewerbungs- und Auswahlverfahren laufen. Perspektivwechsel zu ermöglichen, wie sie die Synode fordert, sieht Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg als ein Ziel der Erkundungsphase. Er zog einen plastischen Vergleich: "Wenn man sich mal vom Steuer eines Autos auf den Beifahrersitz setzt und sich fahren lässt, sieht man die Landschaft mit einem ganz anderen Blick, nämlich auch links und rechts." Das stelle er sich auch für die Erkundungsteams vor.

    Für die Zeit der Erkundung bis zur Gründung der Pfarreien der Zukunft Anfang 2020 werden die bischöflichen Visitationen in den Pfarreiengemeinschaften ausgesetzt. Für Weihbischof Jörg Michael Peters ist das eine Chance: "Die Erkundungsteams kommen immer wieder, bleiben länger dran, verfolgen die Prozesse.

    Sie leuchten die blinden Flecke aus, die wir in unserer Routine haben." In dieser Phase kommt den Dechanten die wichtige Aufgabe zu, "Helfer zur Freude zu sein", zum Abbau von Ängsten im Zusammenhang mit der Synodenumsetzung beizutragen, beim Entdecken mitzuwirken und den Übergang in die Pfarrei der Zukunft aktiv mitzugestalten - so die Erwartungen des Bischofs an seine Führungskräfte in den Dekanaten.

    Die Dechanten ihrerseits wiesen durchaus auf Knackpunkte im Zusammenhang mit den Erkundungsteams hin. Das Mandat der Teams sei noch zu schwach formuliert, lautete eine Kritik. Eine andere Frage war: in welcher Form sollen die Teams ein Ergebnis ihrer Erkundung formulieren und an wen sollen sie es richten? Hier besteht noch Klärungsbedarf. Synode als Prozess - das zeigte sich auch an dieser Stelle: noch nicht auf alle Fragen gibt es eine Antwort, aber die Hinweise der Dechanten auf anstehende Klärungen nahm die Bistumsleitung dankbar entgegen.

    Priesterreferent Dr. Markus Nicolay informierte die Dechanten über die Eckpunkte für den Einsatz des pastoralen Personals in den Pfarreien der Zukunft, also Priester, Diakone, Gemeindereferenten und Pastoralreferenten - mithin rund 1000 Personen. "Es wird niemand seine Arbeit verlieren, die pastoralen Berufsgruppen sind eine kostbare Personalressource. Es wird auch keinen Wechsel des Anstellungsträgers für diese Menschen geben, das Bistum Trier bleibt ihr Dienstgeber - mit allen Rechten und Pflichten."

    Neben diesen gesetzten Rahmenbedingungen gebe es auch auf diesem Feld eine große Anzahl offener Fragen. Nicolay: "Wer definiert die Personalbedarfe in den Pfarreien der Zukunft? Wie kommen die Leitungsteams in den Pfarreien zustande? Wer wechselt wann?" Hier werden die Ergebnisse von verschiedenen Teilprozessgruppen benötigt, die ihre Arbeit zeitnah beginnen. (uz) Mittwoch, 21. Juni 2017