Ulmen (St. Matthias)

Luftaufnahme Ulmen
Luftaufnahme Pfarrkirche St. Matthias
Pfarrkirche St. Matthias
  • Kulturdenkmal (Schwarzkopf, Jakob / Rheinland-Pfalz)

    Einzeldenkmäler

    Bezeichnung

    Lage

    Baujahr

    Beschreibung

    Katholische Pfarrkirche

    St. Matthias

    Ulmen,

    In der Lay

    1905

    zweischiffige Hallenkirche, 1905, unter Verwendung von Mauerteilen des spätgotischen Vorgängers; Querhaus anstelle des Chors, 1966/67

    St.-Matthias-Pfarrkirche, erbaut im neoromanisch-gotischen Stil

    Jakob Schwarzkopf (* 18. August 1926 in Koblenz; † 11. Juli 2001 in Trier) war ein deutscher Glasmaler.

    Am 18. April 1926 wurde Jakob Schwarzkopf in Koblenz geboren, von 1948 bis 1952 studierte er an der Werkschule Trier bei Heinrich Dieckmann und Peter Krisam, seit 1953 arbeitete er mit der Glasmalerei-Werkstatt Binsfeld zusammen. Durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bestand ein großer Bedarf an neuen Verglasungen für Kirchen, so dass Schwarzkopf zahlreiche Aufträge auf diesem Gebiet erhielt, zudem wurden durch die Anlage neuer Baugebiete an vielen Orten zusätzliche Kirchen errichtet, die ebenfalls künstlerisch gestaltete Verglasungen benötigten (1). Am 11. Juli 2001 starb Jakob Schwarzkopf in Trier.

    Viele nach seinen Entwürfen gefertigte Fenster wurden in den letzten Jahren restauriert, durch die Schließung nicht mehr benötigter Kirchen und ihre Umnutzung sind andere jedoch gefährdet.

    „Jakob Schwarzkopf zählt zu den bedeutendsten deutschen Glasmalern des 20. Jahrhunderts. Die Glas- und Wandbilder des vielfach mit Preisen ausgezeichneten Malers finden sich in über 350 profanen und sakralen Gebäuden in Deutschland, Luxemburg, Belgien, Japan, Korea, Thailand und den USA.“(2)

    1. Vgl. als Überblick: Alois Thomas (Hrsg.): Neue Bauten im Bistum Trier, Stuttgart 1961.
    2. Jakob Schwarzkopf – Unbekannte Werke

    Ehrung / Würdigung Jakob Schwarzkopf

    http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale

     

     

  • Ulmen (Stadt und Kirche)

    Ulmen ist eine Stadt im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz in der Eifel. Ulmen ist Sitz der Verwaltung der Verbandsgemeinde Ulmen, der sie auch angehört. Ulmen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

    Das Ulmener Maar ist mit ca. 11.000 Jahren der jüngste Vulkan nördlich der Alpen und 37 m tief. Die vulkanischen Aktivitäten kann man in Tiefen von mehr als 4 Metern an aufsteigenden Gasblasen erkennen. Das Ulmener Maar hat keinen natürlichen Zu- oder Ablauf. Die beiden Stollen, die heute den Wasserstand konstant halten, wurden im 19. Jahrhundert gegraben.

    Beim Jungferweiher handelt es sich um ein 118.000 Jahre altes verlandetes Maar. Er ist flächenmäßig wesentlich größer als das Ulmener Maar. Ehemals als Fischteich für die Burgherren genutzt, trocknete es im Verlauf der Jahrhunderte aus, so dass in den 1930er Jahren dort Torf gestochen wurde. 1942 wurden die Wiesen erneut gestaut, um den Wasserpegel durch den Zulauf zum nahe liegenden Maar zu steuern.

    Erstmals erwähnt wurde Ulmen 1074, doch bezeugen merowingerzeitliche Gräber südlich der Burg eine ältere Besiedlung der Gemarkung. Römische Funde im Ort lassen sich derzeit nicht verifizieren. Bei Ulmen befindet sich ein Hügelgrab das ca. auf das Jahr 500 vor Christus datiert wird.[3]

    Ritter Heinrich von Ulmen zog im vierten Kreuzzug gen Byzanz, von wo er kostbare Schätze mitbrachte, u. a. die berühmte Limburger Staurothek, die heute noch im Dom von Limburg an der Lahn besichtigt werden können. Seine Nachfolger wurden im 15. Jahrhundert dem Landfrieden des Erzstifts Trier unterworfen. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. eroberte zweimal Ulmen und brannte es nieder. Beide Male wurden Burg und Ort wieder aufgebaut. Ab 1794 stand Ulmen unter französischer Herrschaft, die jungen Männer des Ortes mussten mit Napoleons Truppen bis Moskau ziehen. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

    Viele alte Gebäude zeugen heute noch von der historischen Vergangenheit von Ulmen. Im 19. Jahrhundert, als die von Napoleon konfiszierten Gebäude in preußisches Eigentum übergingen, ersteigerte ein Cochemer Bürger die Burg und nutzte sie als Steinbruch. Als Ulmen 1831 beinahe komplett abbrannte, wurden die Häuser mit den Steinen der Burg wieder aufgebaut. Seither handelt es sich um eine Ruine.

    Im angrenzenden Wald findet sich eine alte Quelle, bei der angeblich römische und keltische Figuren gefunden wurden. Dieser Born wird „Dietzjes Bärechje“ genannt, was auf Kinderquelle zurückzuführen ist, denn seit Jahrhunderten beteten Frauen hier für eine gute Geburt und gesunde Kinder.

    1376 erhielt Ulmen von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte.[4] Diese gingen 1815 im Rahmen der Übernahme des Rheinlands durch die Preußen wieder verloren. Laut Beschluss des rheinland-pfälzischen Kabinetts vom 1. September 2009 wurde Ulmen am 2. Oktober 2009 die Bezeichnung „Stadt“ wieder verliehen.[5]

  • Schwarzkopf (Ulmen Apsis)

  • Förderverein Pfarrkirche St. Matthias Ulmen

    Am 21. Dezember 2010 wurde in Ulmen mit dem „Förderverein Pfarrkirche St. Matthias“ ein neuer kirchlich orientierter Verein gegründet. 22 Frauen und Männer, unter ihnen auch Dechant Walter Fuß als Pfarrer der Pfarrei St. Matthias Ulmen, waren in das Gemeindehaus „Am Maar“ gekommen, um diesen neuen Verein „aus der Taufe zu heben“. Die Gründung war notwendig geworden, weil für die Restaurierung der Ulmener Pfarrkirche St. Matthias immer wieder erhebliche Eigenanteile durch die Pfarrei aufgebracht werden müssen.

    Nachdem in den ersten Jahren nach Gründung dieses Fördervereins für die Sanierung des Kirchturms, eines großen Teiles des Kirchendaches und die Reparatur der Elektronik der Kirchenuhren die dafür benötigten Eigenanteile aufgebracht worden sind, steht in den kommenden Jahren eine umfassende Innensanierung der Ulmener Pfarrkirche auf der Agenda der Pfarrei. Wurden die schon als abgeschlossen zu wertenden „Außenrenovierungen“ dieses Gotteshauses mit erheblichen Zuschüssen durch das Trierer Bistum finanziell sehr gut unterstützt, so sind für die anstehenden „Innenrenovierungen“ allerdings nahezu keine Zuschüsse aus Trier zu erwarten.

    Daher versucht der Vorstand des Fördervereins Pfarrkirche St. Matthias Ulmen im Einvernehmen mit den Mitgliedern des Kirchengemeinderates der Pfarrei und unter Hinzuziehung von weiteren beratenden Personen, wie Architekten, Bausachverständigen des Bistums, Rendanten usw. immer wieder die für die Finanzierung der Eigenteile der Pfarrei benötigten Gelder aufzutreiben. Das geschieht zum einen durch einen durch die Jahresbeiträge der inzwischen annähernd 100 Mitglieder des Fördervereins und zum anderen durch Einnahmen aus Pfarrfesten, Konzertveranstaltungen und ähnlichen Aktionen.

    Der Vorstand des Fördervereins Pfarrkirche St. Matthias setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

    • Vorsitzender Volker Dunkel
    • stellvertretender Vorsitzender Hagen Barschdorf
    • Kassiererin Monika Wallebohr
    • Geschäftsführer Diakon Wilfried Puth
    • Dechant und Pfarrer Walter Fuß (geborenes Mitglied entsprechend § 7 (1) der Satzung des Fördervereins)

    Der monatliche Mitgliedsbeitrag wurde auf mindestens 2,50 € (nach oben aber unbegrenzt) festgelegt. Die fälligen Jahresbeiträge werden stets Ende Februar eines jeden Jahres eingezogen. Einmalige Spendenleistungen auf das speziell eingerichtete Sonderkonto mit der Nummer 32336786 bei der Sparkasse Mittelmosel (BLZ: 58751230) sind unter dem Kennwort: „Förderverein Pfarrkirche St. Matthias Ulmen“ jederzeit möglich.

  • Eine Million Kinder gemeinsam im Gebet

    (Diese Aktion wird in Deutschland unterstützt von der päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“ und den Schönstatt-Schwestern)

    Hallo Kinder! 

    Am 18.Oktober beten Kinder auf der ganzen Welt gemeinsam den Rosenkranz für den Frieden in der Welt. Diese Aktion entstand aus den Worten des Heiligen Pater Pio: „Wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, wird sich die Welt verändern.“

    Sie wurde 2005 in Venezuela  ins Leben gerufen und seitdem schließen sich immer mehr Kinder aus allen Ländern der Welt diesem Gebet an.

    Wollt auch ihr mehr über den Rosenkranz erfahren und bei dieser Aktion mitmachen?  Dann sehen wir uns am 18. Oktober um 17:30 Uhr in der Pfarrkirche Ulmen.

    Auch die Kinder aus den anderen Orten der Pfarreiengemeinschaft sind herzlich eingeladen. Wenn ihr einen Rosenkranz besitzt, bringt diesen bitte mit.

    Ich freue mich auf euch – Inge Dietzen

  • Gärtnern kann jeder – auch auf kleinstem Raum

    Unter diesem Motto hatte die Kath. Frauengemeinschaft St. Matthias Ulmen Hobbygärtner und andere Interessierte zu einer Veranstaltung am 19. Juni 2017 eingeladen.

    Frau Kordula Honnef, Gärtnerin am Waldbreitbacher Klosterberg, war eigens nach Ulmen gekommen, um die Anlage von Mini-Gärten zu zeigen, aber auch mitgebrachte Kräuter zu zeigen und zu erklären. Die Klostergärtnerin hat sich besonders dem Projekt „Bewahrung der Schöpfung“ verschrieben und möchte in ihren Seminaren oft vergessenes Wissen über Kräuter und Heilpflanzen vermitteln.

    Zahlreiche Besucherinnen der Veranstaltung konnten erfahren, wie man Kräuter selber ziehen kann, aber auch welche vielfältigen Eigenschaften die Kräuter sowohl in der Küche als auch im Bereich der Gesundheitsvorsorge haben. Frau Honnef erklärte anschaulich, wie die verschiedenen Kräuter verarbeitet werden können und welche gesundheitsfördernden Eigenschaften ihnen zugeschrieben werden. Fast alle mitgebrachten Kräuter und Pflanzen waren zum Verzehr geeignet und wurden auch von den Teilnehmern gerne probiert. Natürlich hatte sie auch einige Leckereien selbst hergestellt und mitgebracht.

    So konnten u.a. Brotaufstriche und Kräuterbutter auf selbst gebackenem Brot und ein selbst hergestellter naturreiner Apfelsaft aus Äpfeln der klostereigenen Streuobstwiesen probiert werden.

    Nach dem sehr kurzweiligen und interessanten Vortrag waren sich die Teilnehmerinnen einig, dass man an diesem Abend doch viel über die Natur „direkt vor der Haustür“ gelernt hat und versuchen wird, die von Frau Honnef gegebenen Ratschläge und Tipps auch zukünftig umzusetzen.

    Die Kath. Frauengemeinschaft St. Matthias Ulmen bedankt sich bei Frau Honnef für Ihren Vortrag und wird sie sicherlich einmal an ihrem Arbeitsplatz im Klostergarten besuchen.

  • auf den Hund gekommen

    Der Trierer Weihbischof Peters (3. von links) und mit ihm eine Gruppe von Geistlichen besuchte die Ulmener Diensthundeschule.
    Weihbischof Jörg Michael Peters, die Leiterin der Abteilung Zucht der Diensthunde-schule, Stefanie Kühn und Dechant Walter Fuß (von rechts nach links) hatten viel Spaß beim Spiel mit den 10 Wochen alten Welpen.

    ULMEN. Hohen „geistlichen“ Besuch konnte die Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, Oberfeldveterinär Dr. Christiane Ernst, in der Gräfin-von-Maltzan-Kaserne in Ulmen willkommen heißen. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters besuchte mit seinem persönlichen Referenten Uwe Sengelhoff diese in der Bundeswehr „einzigartige“ militärische Dienststelle, die in seinem Visitationsbezirk liegt. Mit dabei waren auch Dechant Walter Fuß vom Dekanat Cochem, Pastoralreferent Burkhard Bleul als Leiter der Dienststelle des Katholischen Standortpfarrers Büchel und Diakon Wilfried Puth von der Pfarreiengemeinschaft Ulmen (er war bis zu seiner Weihe zum Ständigen Diakon im Jahr 2010 als Offizier Angehöriger dieser Dienststelle).

    Nach einer herzlichen Begrüßung gab die Kommandeurin im Beisein ihres Stellvertreters, Oberstleutnant Rene Rudolph, zunächst einen Lagevortrag zum Auftrag, der Gliederung und zu den Besonderheiten der Diensthundeschule, damit sich die Gäste ein Bild darüber machen konnten, was es mit dieser militärischen Dienststelle so auf sich hat. Besonders ging sie dabei auf ein noch relativ neues Ausbildungskonzept ein, bei dem in Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz durch gezielt ausgebildete Diensthundeteams versucht wird, vor allem nach Auslandseinsätzen heimgekehrten und zum Teil schwer traumatisierten Soldaten/innen in Therapien zu helfen. Hier gab es auch Anknüpfungspunkte an das Bistum Trier, da hier auch einige „tiergestützte Therapien“ mit speziell ausgebildeten Hunden angeboten werden, wie etwa bei Mutter-Kind-Kuren oder bei der Trauerbewältigung von Kindern nach dem Tod eines Elternteil oder auch in anderen Bwereichen.

    Nach einer Führung durch die schuleigene Diensthundeklinik, die von ihrer Leiterin, Oberstabsveterinär Dr. Susanne Hartmann, vorgenommen wurde und bei der die Besuchergruppe einen eindrucksvollen Einblick in die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten in diesem „Diensthundekrankenhaus“ erhielt und einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen in der Truppenküche, standen dann noch eine ganze Reihe von Vorführungen auf dem nachmittäglichen Programm.

    So konnten sich die Besucher zunächst an einer Gruppe ganz junger Welpen erfreuen, die - aus schuleigener Zucht stammend - sich im Alter von rund zehn Wochen spielerisch an die ihnen anvertrauten „Herrchen und Weibchen“ gewöhnen sollten. Auch Weihbischof Peters ließ es sich dabei nicht nehmen, auf der Wiese sitzend mit diesen kleinen „Vierbeinern“ zu spielen. Danach zeigten etwa ein Jahr alte „Junghunde“, was sie im Bereich des Schutzdienstes schon zu leisten imstande sind und schließlich konnten die Besucher noch einige Kampfmittelspürhundeteams in einem eindrucksvollen Szenario erleben, dass ihnen in einem zu einem Wohnzimmer umgebauten ehemaligen Munitionsbunker geboten wurde und bei dem alle eingesetzten Diensthundeteams die versteckte Munition erfolgreich erspüren und anzeigen konnten.

    „Ich bin tief beeindruckt, was uns heute hier mitgeteilt und gezeigt wurde. Hier wird herausragende militärische Arbeit geleistet. Aber auch die eigene Zucht und vor allem der Vortrag über die Therapiebegleithundeteams, mit denen schwer traumatisierten Soldaten/innen geholfen werden kann, haben mich besonders beeindruckt. So danke ich Ihnen allen ganz herzlich für alles, was wir heute hier haben erleben dürfen,“ so Weihbischof Peters am Ende des Besuches. Wilfried Puth

  • „Maria, zu dir kommen wir, deine Fürbitte erflehen wir.“

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    Mit dieser Bitte machten sich auch in diesem Jahr am „Schmerzensfreitag“, dem Freitag vor dem Palmsonntag, 16 Frauen aus Ulmen auf den Weg zur „schmerzhaften Mutter Gottes“ nach Maria Martental. Denn schon seit Jahrzehnten treffen sich dort Frauen aus den umliegenden Ortschaften, um gemeinsam den Kreuzweg zu gehen und eine heilige Messe zu feiern. 1724 führte Papst Benedikt XIII. den Schmerzensfreitag für die ganze katholische Kirche ein. Dieser Tag erinnert an die sieben Schmerzen Mariens:

    1. Die Weissagung des Simeon (Lk. 2, 34) zu Maria: „Ein Schwert wird deine Seele durchdringen.“
    2. Die Flucht vor dem Kindermörder Herodes aus Ägypten (Mt. 2, 13-15)
    3. Das Verlieren des 12jährigen Jesus im Tempel von Jerusalem und die drei Tage dauernde Suche nach ihm (Lk. 2, 42-48)
    4. Die Begegnung Marias mit ihrem kreuztragenden Sohn, dargestellt in der 4. Station des Kreuzwegs (Lk. 23, 27)
    5. Das Ausharren Marias unter dem Kreuz (Joh. 19, 25-27)
    6. Der Leichnam Jesu wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt (13. Station des Kreuzwegs), dargestellt in der Kunst als „Pieta“ (Vesperbild).
    7. Die Grablegung Jesu (14. Station des Kreuzwegs)

    Im Frühjahr 1934 wurde auf Anregung der Pfarrer dieser Region und der Herz-Jesu-Priester die Erneuerung der uralten Wallfahrtstradition beschlossen und mit dem Wiederaufbau der Wallfahrtskirche im Martental begonnen. Am 23. März 1934, dem schmerzhaften Freitag, fand mehr als 150 Jahren der Unterbrechung das erste heilige Messopfer in der Ruine der alten Kirche statt. Zur ersten Dekanatswallfahrt am 6.Mai 1934 kamen 9000 Pilger. Für das Jahr 1935 wurde der Schmerzensfreitag als „Tag der Frauen“ und der Karfreitag als „Tag der Männer“ angekündigt. Seitdem ist die Wallfahrtskirche am Tag der schmerzhaften Muttergottes das Ziel zahlreicher Pilgerinnen aus der näheren und weiteren Umgebung. Am 30. April 1937 wurden alle Wallfahrten und Prozessionen von den Nazis verboten. 1941 wurde das Kloster von der Gestapo enteignet und die Patres mussten gehen. Aber die Pilger der Eifeldörfer, aus den Regionen Koblenz, Mayen, dem Maifeld, der Mosel und dem Hunsrück, ließen sich nicht von der Verehrung der Schmerzensmutter und der Wallfahrt abbringen.

    Auch Pilgerinnen aus Ulmen – manchmal nur 2 Frauen – machten sich in dieser Zeit des schrecklichen Leids am Schmerzensfreitag in der Zuversicht auf den Weg: „Maria hilft immer, in jeglicher Not.“ Für viele Frauen, die im Krieg ihren Mann oder einen, manchmal mehrere Söhne verloren hatten, war der Gang zur Schmerzensmutter ein großer Trost. Andere Frauen beteten um eine glückliche Heimkehr ihrer Lieben aus dem furchtbaren Krieg. Auch in der heutigen Zeit nehmen die Pilgerinnen Sorgen und Nöte und das ganze Leid in der Welt mit zum Gnadenbild der Schmerzensmutter.

    Und so machten die Ulmener Frauen sich auch in diesem Jahr auf den Weg entlang der Endert zunächst bis zur Schiefer-Grotte mit der Herz-Jesu- und einer Marien-Figur, die der Eifelverein Ulmen vor einigen Jahren dort eingerichtet hat. Hier beteten sie und zündeten Kerzen an. Nach kurzer Rast ging es weiter nach Martental, unterwegs den Rosenkranz betend. Dort angekommen begrüßte Pater Andreas Pohl (SCJ) die Pilgerinnen auf dem Vorplatz der Kirche und lud bei herrlichem Sonnenschein zum gemeinsamen Kreuzweg ein. Anschließend feierten alle zusammen mit dem Rektor Klosters Maria Martental, Pater Konrad Flatau (SCJ, die Pilgermesse, die mit einer gemeinsamen Prozession zum Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes abschloss. Dort entzündete er die Pilgerkerze und eröffnete die Wallfahrtszeit des Jahres 2017, die unter dem Motto „Gottes Wort leben“ steht. Die Frauen machten sich in der Gewissheit auf den Heimweg: „Wer  hier betet, spürt Trost und bekommt Kraft und Mut für die Bewältigung des Lebens.“ Vielleicht schließen sich am Schmerzensfreitag im nächsten Jahr noch mehr Frauen der kleinen Pilgergruppe an. Inge Dietzen

  • Tanztag

  • Weihbischof Leo Schwarz geht mit Kommunionkindern den Kreuzweg zum Antonius - Kreuz